Warum Audiodeskriptionen für Benutzer*innen wichtig sind
Sie fördern die digitale Teilhabe und sind ein gesetzlich verankertes Element barrierefreier Medien. Dieser Beitrag zeigt, warum sie für alle relevant sind – von der Pflicht zur praktischen Chance.
1. Was ist Audiodeskription?
Audiodeskription (AD) ist eine akustische Bildbeschreibung für Menschen mit Sehbehinderung. Sie vermittelt zentrale visuelle Informationen – etwa bei Filmen, Videos oder Livestreams – über gesprochene Sprache.
2. Rechtlicher Hintergrund zur Barrierefreiheit
Gemäß dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) müssen digitale Dienstleistungen ab 2025 barrierefrei zugänglich sein. Dazu gehören auch audiovisuelle Inhalte mit Audiodeskription.
Die WCAG 2.1 fordern im Erfolgskriterium 1.2.5 ausdrücklich Audiobeschreibungen für aufgezeichnete Videos. Wer Inhalte online bereitstellt, sollte diese Richtlinien kennen und umsetzen.
3. Audios – Mehrwert für alle Nutzergruppen
AD nützt nicht nur blinden Menschen. Vorteile entstehen auch für:
- Senioren mit eingeschränter Sehkraft,
- Menschen mit Lern- oder Aufmerksamkeitsstörungen,
- Nutzer*innen, die unterwegs nur hören können.
Barrierefreiheit verbessert die Usability und das Nutzererlebnis für alle – Stichwort Design for All.
4. Umsetzungstipps für Website-Betreiber und Entwickler
- Frühzeitig planen: AD bei der Content-Erstellung mitdenken.
- Technik nutzen: HTML5-Elemente, ARIA-Rollen und AD-kompatible Player einsetzen.
- Tools verwenden: z. B. Able Player oder externe Anbieter wie Greta & Starks.
- Feedback einholen: von Menschen mit Sehbehinderung testen lassen.
5. Fazit: Inklusion mit Mehrwert
Audios sind nicht nur eine gesetzliche Anforderung, sondern ein Zeichen digitaler Verantwortung. Sie schaffen Zugang, fördern Vielfalt und verbessern die Qualität digitaler Inhalte für alle.
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